Aktion "Lebensbaum"

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, 
würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“
(Martin Luther)

Die Herausforderung

Alle reden über den Klimawandel, doch kaum jemand redet über unsere wichtigste „Klimaanlage“, den Wald. In jede Minute werden 42 Fußballfelder Regenwald abgeholzt und gerodet – primär für die Vierzucht und den Anbau von Futter­mitteln.

Ein gesunder Waldboden kann riesige Was­ser­mengen speichern. Fehlt der Wald, gelangt die­ses Wasser in die Atmos­phäre und trägt ein Viel­faches zum Treib­haus­effekt bei, als das „böse“ CO2.

Viele Kinder wachsen auf, ohne die Wunderwelt des Waldes jemals zu erleben. Das schadet nicht nur ihrer Entwicklung und ihrem Verständnis für die Bedeutung des Waldes, sondern auch dem lokalen, regionalen und globalen Klima. Denn waldloses Land erodiert und wird langfristig zur Steppe.

Was können wir tun?

a) So weitermachen wie bisher           oder
b) weniger Fleisch essen UND für unsere Kinder viele neue Wälder entstehen lassen!

Bäume „schlucken“ während der Photo­synthese jede Menge CO2 und erzeugen gleichzeitig Sauers­toff. Ein Laubwald produziert jährlich 15 Tonnen Sauer­stoff pro Hektar, Nadelwälder kommen sogar auf 30 Tonnen. Auch für den lokalen und regionalen Wasserhaushalt spielen lebendige Wälder eine entscheidende Rolle.

Was wäre, wenn …

  • jedes Kind seinen „Lebensbaum“ hätte,
  • jede Gemeinde ihren Märchenwald u.
  • jeder Mensch einen „grünen“ Bruder?

Je reicher ein Land an lebendigen Wäldern ist, desto höher ist die Lebensqualität in diesem Land. Eine Reihe alter Kulturen, die das grob missachteten und auf Teufel komm raus ihre Wälder für den Haus- und Schiffsbau abholzten, verschwanden wenige Jahr­zehnte später von der Landkarte.

Was gibt es bereits?

  • die Baumpatenschafts- und Waldhilfemodelle der Umweltinitiative „Bruder Baum“
  • internationale Waldschutz- und Aufforstungs­projekte, vor allem in den Tropen
  • den Wald der Jungwienerinnen und Jungwiener der Gemeinde Wien
  • diverse Modelle, aus totgeweihten Fichten-Monokulturen Mischwälder zu machen *

Die Lösung im Detail

  • Klimabesorgte Eltern übernehmen für ihre Kinder die Patenschaft für je einen Baum.
  • Großeltern können es für ihre Enkel tun und Firmen für die Kinder ihrer Mitarbeiter.
  • Erwachsene können auch selbst eine Baumpatenschaft übernehmen.
  • Schulkinder pflanzen für jeden Baumpaten einen Jungbaum auf Gemeindegrund.
  • Die Initiative „Bruder Baum“ und deren Partner übernehmen die Pflege und
  • alles andere, wie Boden verbessern, Beeren- und Haselnuss­sträucher pflanzen, Wald- und Wiesenblumen setzen, Bienenhotels, etc.,
  • sodass daraus nach und nach ein erlebnis­reiches Wald- und Wiesenbiotop entsteht, mit Bienen, Käfern und Schmetterlingen, verschiedenen Vögeln u. a. kleinen Tieren
  • Auch Wirtschaftswälder können auf diese Weise wieder lebendig gemacht werden.
  • Alle Baumpaten (auch jene, die selbst Bäume pflanzen) bekommen eine Patenschaftsurkunde.
  • Kinderfreundliche und umweltbewusste Medien unterstützen die Aktion beim Start und berichten über die Pflanzaktionen.

*) Ein Beispiel aus der Praxis: Forstdirektors Herbert Schmid vom Stift Altenburg setzt auf die Hilfe des Eichelhähers und legt auf 100 erhöhten Futtertischen Eicheln auf. Die Eichelhäher machen dann das, was sie immer bei einem Überangebot an Eicheln tun: Sie vergraben sie im Boden – und daraus entstehen dann viele kleine Eichenbäume, die mit der Zeit immer größer werden.

Alle gewinnen!

  • Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen vor Ort erleben mit, wie in ihrem Wald von Monat zu Monat mehr Bäume, Sträucher, Blumen, Schmetterlinge, Bienen, Singvögel und andere kleine Tiere dazukommen.
  • Das lokale Klima wird feuchter, kühler, milder und weniger windig, die Luft reiner und immer mehr erfüllt vom wohligen Duft der Blüten, Blumen und Beeren.
  • Die jungen Baumpaten, ihre Eltern und Großeltern, die beteiligten Unternehmen und Schulklassen können regelmäßig nachsehen, wie ihre Investition in den Wiederaufbau der Natur von Jahr zu Jahr mehr Früchte trägt.
  • Die Helfer und Helferinnen der Initiative „Bruder Baum“ tun genau das, was sie am meisten lieben und bekommen dafür eine angemessene Aufwandsentschädigung.
  • Unternehmen, die sich an der Aktion beteiligen, bekommen dafür Medienpräsenz.
  • Einige Medien bauen ihr kinder- und jugendfreundliches, gesundheitsförderndes und umweltbewusstes Image weiter aus und gewinnen dadurch mehr Zuseher bzw. Leser.

Die nächsten Schritte

  • Eine besonders umwelt- und kinderfreund­liche Gemein entscheidet sich, den Aufbau des ersten Wald- und Wiesenbiotops tatkräftig zu unterstützen.
  • Die Initiative „Bruder Baum“ schafft alle organisatorischen Voraussetzungen für die Übernahme der erstem Baumpatenschaften und Baumpflanzaktionen, etc., etc.
  • Umwelt- und kinderfreund­liche Medien  unterstützen die Aktion „Lebensbaum“ bei der Bekanntmachung des ersten Projekts und berichten über alle Pflanzaktionen mit Schulkindern vor Ort.

Die große Vision:
  
Jedem Kind seinen Baum
Jeder Gemeinde ihren Wald

Es ist uns klar, dass wie keine Wälder „erschaffen“ können. Das kann nur die Natur. Sehr wohl können wir aber die bestmöglichen Voraussetzungen schaf­fen, damit die Natur „schneller vorankommt“. Denn es gilt auch bei dieser Aktion die alte Weisheit:

„Mach einen Schritt mit der Natur,
und die Natur macht 10 Schritte für dich!“